Natur pur

Veröffentlicht am 30. März 2025 um 18:34

Bevor es zu meinem geplanten Nachtlager ging, hielt ich kurz in Großräschen an.

Der Großräschener See befindet sich dort, mit der IBA Terrasse. In Erinnerung der ersten Reise, wusste ich, dass dort und im Umfeld Wein angebaut wird. Ich wollte eine Flasche kaufen. Auf dem Weg zur Lokalität erkannte ich, dass es ein neues Besucherzentrum gibt. Schnell ging ich hinein, und fragte nach einer Flasche Wein.

Der Mitarbeiter erklärte mir, dass jenes Zentrum erst neu errichtet wurde und er ebenfalls noch nicht lange hier arbeitete. Im Gespräch erfuhr ich Einzelheiten.

Darunter war, dass der See für den Binnenseesport nun ab den 1. April 2025 frei gegeben wird. Das Restaurant an der Terrasse wegen Umbau's max. zwei Jahre geschlossen bleibt. Im Hafen mit einer Hafenmeisterin als Oberhaupt gibt es dann alternativ einen Imbiss.

Nachdem Erwerb und der Frage der Kooperation, fuhr ich nun meinem Ziel entgegen, dem Sielmann Natur - Erlebniszentrum.

Ich vertraue vielen,auch dem Navi. Am Ende befuhr ich auf dem Weg dahin..."Frei nur für Anlieger". Naja, ich hatte ein Anliegen.

Oberhalb eines Dammes entlang des Sees gelangte ich an den Komplex. Eigentlich war es eher eine sehr gut ausgebaute Fahrradstraße, wie viele in dieser Region. Egal. Unterwegs ' erschreckte' ich noch eine Dame auf ihrem Weg.

Auf dem Parkplatz vor dem Zentrum parkte ich, es sollte auch mein Übernachtungsspot werden. Nach kurzer Orientierung und dem Genuss einer Zigarillo, ging ich an das erhöhte Ufer des Schlabendorfer Sees. Die Dame saß auf eine Bank und blickte wie ich in die Weite. "Hy, habe ich sie vorhin verschreckt?" meine Frage zur Ankunft "Ja, etwas" sagte sie. "Es ist so ruhig, so friedlich hier, kein Krieg, keine Explosionen." "Ja, einfach atemberaubend" meinte ich. "Früher gab es auch Explosionen, denke ich, während der Nutzung als Tagebau." entgegnete ich ihr. "Ja, mag sein. Trotzdem ist hier friedlicher." antworte sie.

Nach kurzer gemeinsamer Beobachtung des Sonnenuntergangs verabschiedete sie sich, und wünschte mir, ich entgegen kommend, einen schönen Abend und Wochenende.

Ich genoss allein die Ruhe, Szenerie und kleine verbale Konversationen einiger Wasservögel. Ich hatte Hunger. Somit zurück zum VAN, die Küche vorbereitet und das Single - Camper Abendbrot, Pasta mit Tomatensoße gekocht. Es wurde wieder kälter, sehr kalt. Somit warm anziehen.

Nachdem ich gegessen hatte, ging ich wieder hinaus. Blaue Stunde. Erste Sterne erleuchteten den Himmel, wie auch Venus als Abendstern. Es wurde dunkler, kälter und Orion begrüßte mich am Firmament.

Nach einer Lesepause im VAN und kurz vor dem Schlafen gehen, ging noch mal an den See. Der noch anteilige Vollmond spiegelte sich im Osten im Wasser. Erst dachte ich ein Hund jaulte, doch ich war mir sicher - es sind Wölfe! Auf dem gegenüber liegenden Totalreservat Wannichen ist ein Wolfsrudel. Um mir und dem Mond ihre Aufmerksamkeit zu vermitteln, heulten sie in die Nacht. Ca. 2 min lang. Ich nahm mein Mobiltelefon, drückte auf Video, und nahm die nächtliche Atmosphäre mit dem akustischen Gesang jener Hüter des Waldes auf. Es war einmalig, überraschend, scarry zu gleich.

( Auf dem Instagram - Account der Lane.B96 ist das Video zu sehen )

Mit diesem einmaligen Moment von Natur pur ging ich ins Bett, bei ca. - 2 Grad Celsius.

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